Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken – Nein, Danke!?

Eine kommunikationswissenschaftliche Studie zum Einfluss medialer Kommunikation auf Einstellungen gegenüber Atomkraft

Wie haben die Medien über die 2010 diskutierte und beschlossene Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke berichtet? Und wie haben die Bürger auf diese Berichterstattung reagiert? In dieser Wirkungsstudie auf Grundlage des Attribute-Agenda-Setting-Ansatzes geht es um den Einfluss der Berichterstattung auf die Einstellungen der Bürger zur Atomkraft.

 

TitelLaufzeitverlängerung von Atomkraftwerken – Nein, Danke!?
Autor(en)Dorothee Arlt
ISBN978-3-86360-073-0
Erscheinungsdatum09.09.2013
StichwörterIndirekte Kommunikation , Öffentliche Meinung , Kernkraftwerk ; Kommunikationswissenschaft ; Atomkraft ; Medienwirkung ; Energiekommunikation ; Umweltkommunikation ; Politische Kommunikation ; Inhaltsanalyse ; Befragung ; Einstellungen ; Attribute-Agenda-Setting ; Second-Level Agenda-Setting
BeschreibungWie haben die Medien über die 2010 diskutierte und beschlossene Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke berichtet? Und wie haben die Bürger auf diese Berichterstattung reagiert? In dieser Wirkungsstudie auf Grundlage des Attribute-Agenda-Setting-Ansatzes geht es um den Einfluss der Berichterstattung auf die Einstellungen der Bürger zur Atomkraft.

Um diese Fragen zu beantworten hat die Autorin zwei Datenerhebungsmethoden kombiniert: In einer repräsentativen Telefonbefragung wurden die Einstellungen und das Mediennutzungsverhalten von n=551 Thüringern erhoben. Eine quantitative Inhaltsanalyse von n=480 Medienbeiträgen erfasste zudem die Argumente, die in der Berichterstattung für bzw. gegen eine Laufzeitverlängerung genannt wurden. Diese Daten bildeten die Grundlage dafür, um anhand der individuellen Angaben zur Mediennutzung für jeden Befragten seinen Medieninput zum Thema Laufzeitverlängerung zu ermitteln. Auf Basis dieser Variablen wurden dann Einstellungseffekte geprüft. Die Befunde zeigten, dass der individuelle Medieninput an Argumenten die Einstellungen gegenüber Atomkraft sowohl mittel- als auch langfristig beeinflusste. Es zeigte sich zudem, dass sich Einstellungen gegenüber der Laufzeitverlängerung besser durch generelle Einstellungen zu Atomkraft, Energie und Politik vorhersagen ließen, als durch die individuelle Nutzung medialer Kommunikationsinhalte.

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